Rothaarsteig-Marathon 2014

Ein perfekter Saisonabschluss

Es war mal wieder soweit: Der Rothaarsteig-Marathon sollte wieder der krönende Abschluss einer ereignisreichen Saison sein. Jürgen und Daniel waren am Start.

Hier der Bericht von Jürgen:

Das ganze Jahr waren die Zeiten für mich Sekundär, nur ankommen wollte ich immer.

Es mag wohl sein, dass der GORE Tex TransAlpineRun der Highlight in 2014 für mich war und doch freute ich mich nach dem TAR schon auf den Rothaarsteig-Marathon. Daher war die Pause nach dem TAR sehr kurz den an der Geschwindigkeit sollte noch gearbeitet werden. Mit dem Herbstlauf in Fleckenberg (15km) und dem Hohen-Bracht Berglauf (8,5km) folgten zu dem umgestellten Training auch zwei schnelle Rennen. All das sollte meine Grundgeschwindigkeit erhöhen.

Als ich dann am Marathontag die Augen aufschlug konnte ich es kaum fassen – Magenschmerzen? Sonst habe ich nie Probleme mit meinem Magen und so konnte ich mir den Stein in meinem Unterleib nicht erklären. Hunger? Durst? Nervös? Keine Ahnung… Eins nach dem anderen wurde abgearbeitet doch die Magenschmerzen blieben. Medikamente? Kommt nicht in Frage.

Angekommen in Fleckenberg begeisterte mich gleich die freundliche, familiäre Atmosphäre der vielen Helfer. In Rekordzeit konnte ich meine Startunterlagen mit Geschenk von FALKE übernehmen. Sechs niederländische Hausgäste die sich für den Halbmarathon Nachmelden mussten wollten den Blick nicht vom Kuchenbuffet lassen.

Taktik zum Rennen: Vollgas! Intensives aufwärmen und dann in letzter Sekunde an den Start. Mehr als dreihundert Starter standen hinter der Linie und konnten den Schuss genau wie ich kaum erwarten. Vom Start weg ging es in hoher Geschwindigkeit nach Lenne, um dann den Anstieg nach Jagthaus ebenfalls mit hohem Tempo hinter uns zu bringen. Bereits hier hatten wir durch eine vierziger Zeit einen Vorsprung auf das restliche Feld erarbeitet. Blöd waren nur diese Magenschmerzen... In Jagthaus kam die Verpflegung (ein Stück Banane und ein Becher Wasser) gleich wieder Rückwärts, mit dem Effekt, dass die Mitläufer und meine Magenschmerzen weg waren. Das ständige  auf und über den Rothaarsteig machte mir keine Probleme. Auch wenn das Spitzenduo immer in Sichtweite war wollte ich das Tempo nicht erhöhen, denn das Risiko dann später einzubrechen erschien mir zu hoch. Durch das begeisterte Zuschauerspalier in Schanze und Latrop ging es dann dem Ziel und dem Kuchenbuffet entgegen. Nach 2.54 Stunden war die Ziellinie überschritten.

Die Flower-Zeremonie gab den Startschuss für den Lohn des Tages – Kuchenbuffet ohne Magenschmerzen, inmitten vieler  Bekannter und netter Gespräche.

Daniel steckte leider noch der Marathonlauf im marrokanischen Atlasgebirge in den Knochen. Nach einem sehr defensiven Start arbeitete er sich bis zur Hälfte der Strecke auf Platz 13 vor. Plötzlich bereiteten aber Wadenkrämpfe dem Rennen ein Ende. Zur "Entschädigung" wartete eine Fahrt mit dem Quad durch die mittlerweile sonnigen Schmallenberger Berge zurück zum Start nach Fleckenberg.