ETAPPE DREI - ODER DER SCHNEE KAM

Sturm und Schnee sorgen für Alternativen

Auch Etappe drei liegt hinter den beiden Teams. Wieder haben die Vier tolle Ergebnisse erzielt und so konnte das Damenteam heute Platz 4 belegen und die Herren holten sich den 9. Platz. Doch neben diesen sportlichen Erfolgen spielte das Wetter leider nicht ganz so mit. Aber das können die Vier am besten selbst beschreiben:

Nachdem wir gestern Abend beim Briefing schon mit der Aussicht auf Schnee konfrontiert wurden, war es heute für uns keine große Überraschung mehr, dass auf über 2000 m bis zu 20 cm Neuschnee über Nacht gefallen sind. Das alleine wäre noch kein Grund gewesen den Lauf über den höchsten Gipfel des Trans Alpine Runs abzusagen, aber Sturmböen  mit Windgeschwindigkeiten über 80 km/h bei minus 2 Grad hätte die Sicherheit der Läufer nicht mehr gewährleistet.
Daher wurde heute Morgen vom Racedirektor entschieden, eine Altenativroute mit 28 km und 1300 hm rund um Neukirchen am Großvenediger durchzuführen. Mitgeteilt wurde dies den Läufern rund zwei Stunden vor dem Start per SMS.
Wieder Dauerregen und gleich vom Start weg mit über 500 positiven hm auf den ersten 4 km. Die Beine brannten bereits wieder, doch nun kam das, was Sauerländer lieben: schnelle Wurzeltrails mit ständigem Auf und Ab, knöcheltiefer Morast im Dauerregen.... Ein echte "Schlitterpartie" , wie auch die Tage zuvor.
Die Stimmung in beiden Teams ist ausgeglichen und gut. Anne ist seit gestern durch die harte Beanspruchung etwas angeschlagen und hat heute "gekämpft wie ein Löwe" (Carmen)  Carmen ist bisher ohne größere Blessuren durch die ersten schweren Etappen gelaufen und schaut weiterhin motiviert nach vorne und zieht Anne sowohl mental, wie auch physisch, mit.           
Nach vier Tagen Dauerregen bricht auf der Überfahrt vom Zielort Neukirchen am Großvenediger  zum Startort von Morgen, Prettau im Ahrntal, die Sonne durch die Wolken. Hoffnung, endlich einen Tag bei Sonnenschein zu laufen, keimt auf....
Auch Peter, an dem die letzten Tage nicht spurlos vorübergegangen sind, hat am heutigen Tag "so ziemlich alles gegeben" (Peter). Jürgen läuft und filmt.... und läuft und filmt, zwischendurch "brülle ich den Peter an, weil ich mit seiner Leistung, angesichts der Blessuren, absolut zufrieden bin".
Die Kommunikation in den beiden Teams während des Laufens wird immer besser und lässt optimistisch auf die nächsten Tage schauen.
Die "Reparaturarbeiten" an den geschundenen Knochen werden auch heute wieder fachmännisch durch Verena durchgeführt.
Wir freuen uns auf die nächsten Tage in Südtirol/Italien!!!